wie firmen um berufseinsteigende buhlen
aktuell verlassen vor allem geburtenschwache jahrgänge die schule, weshalb die nachfrage der firmen nach jugendlichen bei weitem nicht gedeckt werden kann. gemäss statistik des bundes blieben bis zum lehrstart im august 12'000 stellen unbesetzt. wenn lehrstellensuchende die qual der wahl haben, müssen sich firmen für sie attraktiv machen.
dazu gehört laut thomas rentsch, geschäftsführer der förderstiftung «top-ausbildungsbetrieb», dass die berufsbildenden den jungen auf augenhöhe begegnen: «ganz schlecht ist, wenn die jungen einfach als billige arbeitskraft missbraucht werden.»
ein kollegiales verhältnis mit «du-kultur» ist für einige betriebe selbstverständlich. es ist wichtig, den menschen ins zentrum zu stellen. eine möglichkeit ist auch, den jungen zusätzliche finanzielle anreize, wie etwa an den kosten für fahrlektionen zu beteiligen oder gute schulnoten zu belohnen.
auch eine familiäre atmosphäre ist vielen wichtig. flexible arbeitszeiten und vergünstigungen bei sportaktivitäten sinde ebenfalls mögliche anreize. aber es beginnt schon vor der rekrutierung man kann proaktiv auf schulen zugehen und den jungen zeigen, wie vielfältig eine branche ist und welche karrieremöglichkeiten es gibt.
«der kampf» um lehrlinge wird noch solange andauern, wie es mehr lehrstellen als berufseinsteigende gibt.
https://www.srf.ch/news/wirtschaft/12-000-unbesetzte-lehrstellen-wie-firmen-um-berufseinsteigende-buhlen